Knöllchen-Aktion der Stadt Minden ist der Knüller

Die Strafzettelaktion der Stadt Minden für falsches Parken am verkaufsoffenen Sonntag war ein voller Erfolg. Schon am frühen Sonntagmorgen parkten dutzendweise Autos mitten in der Innenstadt falsch. Foto: MiPo

Die in der Presse angekündigte Strafzettelaktion der Stadt Minden für falsches Parken am verkaufsoffenen Sonntag war ein voller Erfolg. Schon am frühen Sonntagmorgen parkten dutzendweise Autos mitten in der Innenstadt falsch. Foto: MiPo

Minden (MiPo). Strahlende Gesichter bei Ordnungsbehörde und Kämmerei der Stadt Minden. Die Mobilmachung der Politessen und Politeure am verkaufsoffenen Sonntag unter dem Motto „Minden macht mobil“ hat tausende Euro in die Stadtkasse gespült.

Im Vorfeld hatte die Kommune in der Presse angekündigt, dass sie am gestrigen Sonntag gegen Falschparker vorgehen werde, die im innerstädtischen Bereich nicht auf den ausgewiesenen Parkflächen ihre Fahrzeuge abstellten. Auch verwies die Stadt auf zahlreiche kostenfreie Parkflächen, die Besuchern des verkaufsoffenen Sonntags zur Verfügung stünden.

Womit die Verantwortlichen in der Stadt nicht gerechnet hatten, die angekündigte Knöllchen-Aktion wurde „zum Knüller“, wie eine Sprecherin am Montagvormittag erklärte. Hintergrund: bereits am frühen Sonntagmorgen waren schätzungsweise mehr als 200 Autos mitten in der Fußgängerzone auf Markt, Scharn und Kleinem Domhof abgestellt worden. „Ein Glücksfall“, so die Sprecherin der Stadt Minden weiter. Probleme allerdings hätten Pkw bereitet, die ohne Nummernschilder geparkt worden seien. „Doch glücklicherweise“, so eine Politesse, „waren häufig Aufkleber und Preisschilder an den Autos, die auf den Eigentümer hinwiesen.“

Stadt Minden denkt über Wiederholung nach

Die Konsequenz aus dem massenhaften Falschparken in der City: die Kasse der Kämmerei klingelte kräftig. Denn laut aktuellem Bußgeldkatalog kostet das widerrechtliche Abstellen eines Pkw in der Fußgängerzone 30 Euro. „Das sind Einnahmen für die Stadt, die wahre Freude bereiten“, erklärte ein Mitarbeiter der Kämmerei am heutigen Vormittag. Schon mit einem Rundgang der Ordnungshüter durch die City seien die Einnahmen in die Tausende gegangen, ergänzt die Ordnungsbehörde.

Warum es am Wochenende zu dem massenhaften Falschparken in der Mindener City gekommen ist, bleibt allerdings unklar. Möglicherweise sei das Motto des verkaufsoffenen Sonntags „Minden macht mobil“ falsch verstanden worden, heißt es aus dem Rathaus. Letztlich ist der Grund der Kommune egal. „Wir überlegen bereits, im nächsten Jahr wieder eine solche Wochenendaktion in der Innenstadt zu genehmingen“, heißt es von der Stadt. Möglicherweise würden dann sogar noch mehr Autos widerrechtlich in der Fußgängerzone abgestellt. Unter solchen Bedingungen mache sogar die Sonntagsarbeit Spaß, hört man im Stadthaus.

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